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1947

Karikatur von Max Gerntke (1947)

Tatortkommissar Konrad 1974

2005

Geboren 13. Juni 1927 in Hamburg-Barmbek; (Mutter Ellen: Volksschullehrerin;
Vater Dr. Gottfried: Sprachlehrer für russisch und ungarisch)
Im Abitur gescheitert an Mathe und Physik/Chemie. (Mir wurde vorgehalten: "Mathematik ist
die Königin der Wissenschaften, und wer keine Mathematik kann, kann auch im Leben nichts werden").
1947 kam Herrmann Zoberbier vom Deutschen Schauspielhaus in unsere Schule und
suchte Statisten für Die Weber von Hauptmann; Gage 5 Reichsmark und Milchsuppe
(Schwedenspeise). Mein Vater und mein älterer Bruder Peter waren noch im Ausland;
ich war also der Ernährer. Mein kleiner Bruder Henning war 8 Jahre alt. Ich also als
Statist ins Theater. Dabei wollte ich nicht Schauspieler werden, sondern Chirurg,
wenn ich das Abitur bestanden hätte. Nach etwa 10 Vorstellungen konnte ich eine
kleine Sprechrolle übernehmen, in der mich der Regisseur Hans Tügel sah. Der gab
mir eine Gesangsrolle in seinem Stück "Was kam denn da ins Haus?" von Lope de
Vega. Der Schauspieler (Hannes Alius), mit dem ich auftrat , wurde krank, und
Regisseur Robert Meyn fragte mich, ob ich übernehmen könne. Selbstverständlich!
Die Rolle hieß Camilo, ein Diener; vielleicht 10 Sätze. Dies sah irgendwann der
Generalintendant Arthur Hellmer und gab mir einen Anfängervertrag über 150 RM.
Dann kam Hamlet (Will Quadflieg), Die Räuber (Klaus Hofer) usw. Ich hatte noch keine
Ausbildung, weder Sprache noch Schauspiel. So blieb ich Page; lernte ein paar
"Kollegen" kennen: Fiete Schütter, Hänschen Irlet, Wolfgang Borchert und und und.
Es folgten Angebote: Zimmertheater, Kammerspiele, Altonaer Theater der Jugend
und Kindertheater. Inzwischen studierte ich bei Wilhelm Kürten und Joseph
Offenbach. Abschlussprüfung: O.K.!!!
1950 gründete ich mit Schütter, Irle und Borchert das "Junge Theater" im Brit.
Centre am Dammtorbahnhof, heute das "Ernst-Deutsch-Theater".
Die weiteren Stationen:
1947 - 1954 Hamburg
1954 - 1958 Stadttheater Aachen (Schauspiel und Regie)
1958 - 1961 Staatstheater Stuttgart
1961 - 1963 Theater in der Josephstadt Wien (als Gast)
1963 - 1965 Goetheplatztheater Bremen
Ab 1965 freiberuflich in Berlin, Bochum, München
1977 - 1989 Tourneetheater
TV ab 1958 - Erster Film "Konto ausgeglichen" (SDR)
Bis 2005 etwa 300 Filme, davon 10 Kinofilme
1970 - 1978 Gastdozent am Mozarteum Salzburg
Synchronsprecher von 1947 bis heute in etwa 1000 Filmen. Z.B. für den Zauberer
Dumbledure in bisher 4 Harry Potter-Filmen.
Weitere Details im Internet, z.B. www.agentur-delaberg.de/pdf/klaus_hoehne.pdf
Privat:
1951 Heirat mit Karin Meyer (Tänzerin). Scheidung 1954. Sohn Christian lebt seit 1954
in Italien mit seiner Mutter, hat 3 Kinder (meine Enkel)
1959 Heirat mit Karla Balzer (Ballettmeisterin), keine Kinder, aber 2 Stiefkinder.
Bin Witwer sei 2001.
Ansonsten: Bronchialasthma.

Klaus starb am 21. August 2006 :
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