GERHARD SITTEL                     home

Der es stets eilig habende,
an jeder Fete sich labende,
Briefmarken sammelnde,
alles könnende,
englisch stammelnde,
stets herumrennende
in seinem schäbigen Kittel,
Klassenprimus Sittel.

1946

2002

1947 - 1950  Studium der Rechtswissenschaft in Hamburg
1959 - 1954  Referendariat in Hamburg
1952  Promotion über Anwartschaften im Zivilrecht
1954  Eheschließung in Flottbek, 3 Kinder: 1958, 1962, 1964

1954 - 1992  Justizdienst in Hamburg, seit 1979 Vorsitzender eines Zivilsenats
am OLG
1971  Scheidung und Umzug mit den Kindern nach Pinneberg, wo sie Abitur
machen und dann in Hamburg studieren
1988  zweite Eheschließung und, dadurch bedingt, Umzug nach Berlin.

Seit der Pensionierung - und hoffentlich noch für längere Zeit - interessante
Halbtagsbeschäftigung bei der "Monatsschrift für Deutsches Recht" in Köln.

Seit der Schulzeit Alpenfreund mit jährlich geringerem Aktionsradius, vor
allem  in der Schweiz. Angestiftet von der zweiten Ehefrau inzwischen auch
schon kaum zählbare Griechenlandreisen.

Kommentar von Carlo Vernimb:
Nach dem Abitur fragtest Du Dieter Möller und mich, ob wir Lust hätten, mit
Dir in den Alpen zu wandern. Du schlepptest uns nach Berchtesgaden, wo wir
im Salzbergwerk auf einem Stück Leder sitzend, oder war es Kunstleder ?
(ars = Kunst), eine Rinne hinabrutschten und am nächsten Tag, alle anderen
Wandergruppen überholend,  den Watzmann bestiegen und auf sehr
schmalem Grad vom Nord- zum Südgipfel "ritten".
In Oberstdorf machten wir eine zwei- oder drei-Tagestour an einem Tag,
bezwangen dabei die Mädelegabel, schauten auf das Nebelhorn hinab und
tanzten abends noch auf der Hütte von Sepp Weiler. Mensch, waren wir fit!

In Garmisch wollten wir uns für drei Tage mit Lebensmitteln für die Berge
eindecken. In einer Bäckerei gab es Brote zu 500 Gramm. Du sagtest: "Davon
brauchen wir zwei Stück pro Tag. Gebt mir mal Eure Lebensmittelmarken!"
Dann stürmtest Du in den Laden: "Achtzehn Brote bitte!" Wie vom Blitz
getroffen fuhren die übrigen Kunden zusammen. Aber Du bekamst die Brote,
und sie reichten tatsächlich drei Tage.

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